Tage religiöser Orientierung



Was sind TrO?

 
Tage religiöser Orientierung (TrO) sind ein Angebot für Schüler_innen aller Schulformen ab der Jahrgangsstufe 9. Sie finden während der Schulzeit in einem geeigneten Bildungshaus statt und dauern 3-5 Tage. TrO stehen allen Schüler_innen – unabhängig von deren Religions- oder Konfessionszugehörigkeit – offen.

Die Teilnahme an TrO ist freiwillig.


Ziele von TrO

TrO bieten Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit Fragen der eigenen Lebensorientierung und Sinnsuche auseinander zu setzen. Unter anderen Bedingungen als im Unterricht besteht die Möglichkeit eines offenen Nachdenkens über persönliche und religiöse Themen. Selbst- und Sozialkompetenzen können gestärkt werden.


Religiöse Orientierung

Wenn sich die Jugendlichen mit ihren Fragen nach Sinn und Orientierung auseinandersetzen, berühren sie die religiöse Dimension des Lebens. Es ist uns ein Anliegen, dabei auch eine Lebensgestaltung aus dem christlichen Glauben ins Gespräch zu bringen.



Teilnehmer- und Prozessorientierung

Als wesentlich für das Konzept von TrO gilt das Prinzip der Teilnehmerorientierung: Im Mittelpunkt stehen die Fragen und Themen, die sich aus den Lebenssituationen und Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schülern bzw. aus den Prozessen in der Gruppe ergeben.



Thema und Umsetzung

Die Themen sind nicht vorgegeben, sondern werden von den Teilnehmenden zusammen mit den Referent_innen im Kurs herausgearbeitet.
Erfahrungsgemäß sind das vor allem Themen wie:
die eigene Identität,
Selbst- und Fremdwahrnehmung,
Freundschaft, 
Liebe und Partnerschaft,
die Frage nach dem Sinn des Lebens,
der Umgang mit Konflikten,
Sucht und Sehnsucht,
woran ich glaube und was mich hoffen lässt,
Fragen nach der eigenen Zukunft.


Die Umsetzung der Inhalte ist vielgestaltig und ganzheitlich ausgerichtet. Neben unterschiedlichen Gesprächsformen stehen kreatives Gestalten, Methoden der Erlebnis-, Spiel- und Theaterpädagogik, sowie Anstöße für Stille und Besinnung.


Die thematische Arbeit umfasst ca. 5-7 Stunden pro Tag und verteilt sich auf eine Morgen-, eine Nachmittags- und eine Abendeinheit.





Referent_innen

TrO als eine Form schulpastoraler Arbeit im Bistum Münster werden von haupt- und nebenberuflichen Referentinnen und Referenten (in der Regel Studierende theologischer und pädagogischer Fachrichtungen) geleitet. Um den Zielen von TrO gerecht zu werden, zeichnen sich die Referentinnen und Referenten durch persönliche und fachliche Kompetenzen aus:
Sensibilität für Gruppenprozesse
Methoden der Gesprächsführung und Konfliktmoderation
Repertoire von Kreativitätsmethoden
Entspannungs- und Meditationstechniken
die Bereitschaft und Fähigkeit, in Glaubens- und (anderen) Lebensfragen ein persönlicher Gesprächspartner zu sein
einen guten Blick für die Lebenswirklichkeit Jugendlicher
Die Referentinnen und Referenten qualifizieren sich durch regelmäßige Praxisreflexion und fachliche Fortbildungen. Dadurch sichern sie die Arbeit im Bereich TrO und entwickeln sie zugleich weiter.




Begleitende Lehrer_innen

TrO können nur stattfinden, weil es Lehrer_innen gibt, die sich für deren Planung und Durchführung einsetzen. Bei einer Leitung durch Referent_innen nehmen Lehrer_innen nicht an den thematischen Einheiten teil. Dadurch kann das inhaltliche Arbeiten entlastet werden von schulisch geprägten Rollenzuweisungen. Die begleitenden Lehrer sind jedoch für die Schüler wichtige Gesprächspartner außerhalb der Einheiten und haben die Aufsichtspflicht während der Tage. Dabei ist die Kooperation zwischen Kursleitung und begleitenden Lehrer_innen für das Gelingen der Tage sehr wichtig. Von Seiten der Referent_innen gibt es das Angebot, während des Kurses regelmäßig über die Arbeit mit der Gruppe im Gespräch zu bleiben. Ebenso bieten die freiwilligen Angebote in den Abendzeiten sowie die Morgenimpulse gute Kontaktflächen zwischen allen am Kursgeschehen Beteiligten.